
Demand Gen ist mehr als nur ein neuer Kampagnentyp in Google Ads. Richtig eingesetzt, ist eine Demand Gen Kampagne ein skalierbarer Wachstumstreiber für Unternehmen, die nicht nur bestehende Nachfrage abgreifen, sondern aktiv neue Nachfrage aufbauen wollen.
In diesem Beitrag zeige ich dir:
- was Demand Gen wirklich kann
- wie du eine Demand Gen Kampagne korrekt aufsetzt
- welche Audience-Strategien in der Praxis funktionieren
- und warum viele Kampagnen scheitern, obwohl sie „nach Best Practice“ gebaut wurden
Was ist Demand Gen – und wann macht der Kampagnentyp Sinn?
Demand Gen ist der Google-Ads-Nachfolger von Discovery- und Video-Action-Kampagnen. Ziel ist es, Nutzer in der Inspirations- und Entscheidungsphase zu erreichen – also vor der klassischen Suchanfrage.
Demand Gen Anzeigen erscheinen u. a. in:
- YouTube (Feed, Shorts, In-Stream)
- Gmail
- Google Discover
→ Kurz gesagt:
Search fängt Nachfrage ab.
Demand Gen erzeugt Nachfrage.
Typische Einsatzbereiche:
- E-Commerce (Produkte, Kategorien, Launches)
- Lead Gen (B2B & B2C)
- Marken mit erklärungsbedürftigen Leistungen
- Skalierung jenseits von Search & PMax
Demand Gen Kampagne richtig starten: Launch-Grundlagen
Google selbst empfiehlt, Demand Gen nicht isoliert, sondern im Kontext bestehender Kanäle zu bewerten.
Budget & Lernphase
- Mindestens 100 € Tagesbudget auf Kampagnenebene
- Optimal: >50 Conversions, damit der Algorithmus stabil lernt
- Testdauer: 4–6 Wochen (Conversion-Verzögerung einplanen)
Gebotsstrategien
- Maximieren von Conversions → ideal für den Start
- tCPA / tROAS → erst nach ausreichend Daten
- Budget-Faustregel:
- tCPA: mindestens 15× Ziel-CPA
- tROAS: mindestens 20× (Ø Conversion-Wert / Ziel-ROAS)
Praxis-Fehler Nr. 1:
Zu kleines Budget + frühe Optimierungen → dauerhafte Lernphase.
Die größte Stellschraube: Demand Gen Audiences
Der Erfolg einer Demand Gen Kampagne steht und fällt mit der Audience-Logik. Google unterscheidet hier klar zwischen manuellen Signalen und KI-gestützter Skalierung.
1. First-Party-Daten sind Pflicht, kein Nice-to-have
Nutze unbedingt:
- Website-Besucher
- Customer Match (Kundenlisten)
- YouTube-User
- Google-Engaged Audiences
Diese Daten:
- bauen Vertrauen beim Algorithmus auf
- verkürzen die Lernphase
- verbessern Conversion-Qualität
2. Lookalike Segmente: kontrollierte Skalierung
Lookalike Segmente funktionieren besonders gut, wenn:
- hochwertige Seed-Daten vorhanden sind
- echte Käufer / Leads genutzt werden
- Expansion sinnvoll gewählt ist:
- Narrow → hohe Qualität
- Balanced → Standard
- Broad → Reichweite, weniger Kontrolle
Wichtig: Seed-Listen werden automatisch ausgeschlossen.
3. Optimized Targeting: Googles stärkste Waffe
Optimized Targeting erlaubt Google, über deine manuell gewählten Audiences hinaus zu optimieren.
Das System nutzt u. a.:
- First-Party-Daten
- Custom Segments
- Google-Signale
- Conversion-Daten
Wann aktivieren?
- Wenn dein Ziel Conversions & Skalierung sind
- Besonders stark bei Lead- & E-Commerce-Setups
→ In der Praxis sehen wir regelmäßig +20 % mehr Conversions bei vergleichbarem CPA.
Custom Segments: Demand Gen + Suchintelligenz kombinieren
Ein unterschätzter Hebel: Custom Segments auf Keyword-Basis.
So gehst du vor:
- Nimm deine Top-Keywords aus Search
- Mindestens 10–15 Keywords
- Keywords werden ähnlich Broad Match interpretiert
- Reichweite: idealerweise 5–10 Mio. Impressions
Ergebnis:
Demand Gen erreicht Nutzer, die aktiv nach ähnlichen Lösungen gesucht haben, aber (noch) nicht konvertiert sind.
Creatives: Warum 90 % der Kampagnen hier verlieren
Google ist eindeutig:
Demand Gen funktioniert nur mit kreativer Vielfalt.
Die „Rule of 3“
Pflicht pro Kampagne:
- 3× horizontale Videos
- 3× vertikale Videos (Shorts!)
- 3× Bilder
- 3 Headlines & 3 Descriptions
Zusätzlich:
- Kombination aus Image + Video performt signifikant besser
- Vertikale Videos steigern Conversions auf Shorts um >35 %
Praxis-Fehler Nr. 2:
Ein Video hochladen und „Google machen lassen“.
Tracking & Messung: Ohne saubere Daten keine Performance
Für stabile Ergebnisse braucht Demand Gen:
- Enhanced Conversions
- Data-Driven Attribution
- sauberes, seitenweites Tracking
Google-Daten zeigen:
- +17 % Conversion Rate durch Enhanced Conversions
- +6 % Conversions durch DDA-Attribution
Häufige Fehler bei Demand Gen Kampagnen
Aus der Praxis:
X Zu kleine Budgets
X Keine First-Party-Daten
X Creatives aus Search „recycelt“
X Zu frühe Gebots- & Budget-Anpassungen
X Demand Gen wie Display behandeln
Demand Gen ist kein Reichweiten-Spielzeug, sondern ein Performance-Kanal – wenn man ihn richtig aufsetzt.
Fazit: Demand Gen ist kein Experiment, sondern ein Skalierungskanal
Eine sauber strukturierte Demand Gen Kampagne:
- ergänzt Search & PMax ideal
- baut systematisch Nachfrage auf
- skaliert Leads & Umsatz jenseits klassischer Suchanfragen
Aber:
→ Ohne saubere Struktur, Audiences und Creatives verbrennt man Budget.
Demand Gen professionell aufsetzen lassen
Wenn du wissen willst,
- ob Demand Gen für dein Geschäftsmodell sinnvoll ist
- wie deine aktuelle Kampagnenstruktur aussehen müsste
- oder wie du Demand Gen mit SEO & Google Ads kombinierst
→ Lass uns sprechen.
Wir bauen Demand-Gen-Setups nicht nach Theorie – sondern nach Performance.
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